Teilzeit-Falle

Mütter in der Teilzeit-Falle


Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat ein brisantes Thema aufgegriffen.
Der Anteil von Teilzeitbeschäftigten hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Der Hauptanteil sind Frauen, die nach der Elternzeit wieder in die Berufstätigkeit zurückkehren. Ob eine Frau heutzutage arbeiten will, um sich an der Arbeitswelt zu beteiligen, oder ob sie arbeiten muss, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, sei mal dahin gestellt.
Die Zahl der allein erziehenden Mütter ist in den letzten Jahren auch enorm angestiegen.

Die Situation vieler Frauen nach jahrelanger Teilzeitarbeit.

Schon durch den Ausfall in der Elternzeit, verlieren viele Frauen den Anschluss an ihren Arbeitsplatz, da fast jeder Betrieb von ständigen Umstrukturierungen betroffen ist. In dieser Zeit haben, oftmals kinderlose Vollbeschäftigte die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, höherwertige Posten anzustreben. Viele Teilzeitkräfte klagen über mangelnde Informationen, über ihren Ausschluss bei Besprechungen von betriebsintern Strukturierungen, über mangelndes Mitspracherecht und frühzeitiges Wissen von Veränderungen, auf die im Vergleich zu den Vollzeitbeschäftigten viel zu spät reagieren können. Ebenso bleiben ihnen kaum Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung.

 

Hier sind die Arbeitgeber in der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst gefragt, entsprechende Organisationen vorzunehmen, um Teilzeitkräfte in alle betrieblichen Interna mit einzubeziehen.

Immerhin gibt es ein Teilzeit- und Befristungsgesetz, was vor allem die Gleichstellung von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten hervorhebt.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tzbfg/gesamt.pdf

 

 

Die Kinder sind selbständig, was nun?

 

Nach ungefähr 15-20 Jahren in Teilzeitarbeit, möchten viele Mütter wieder den ganzen Tag arbeiten, was ihnen fast nicht möglich ist, weil die oben genannten Punkte nun so richtig zum Tragen kommen.
Neben der üblichen Personalreduzierung, sind positionelle Veränderungen meistens schon im Vorfeld an die Kolleginnen vergeben, die besser informiert sind, ganztägig schon immer zur Verfügung standen und in den Jahren einen ganz anderen Bezug zur Chefetage und Kolleginnen aufbauen konnten. Der nächste Aspekt sind finanzielle Gründe, warum man „billige“ Teilzeitkräfte nicht in die Vollzeitbeschäftigung holt.
Dieses Problem haben heutzutage viele Frauen der geburtenstarken 60er-Generation. Das sind sehr viele Mütter, die Berufstätigkeit und Familie über Jahre bewerkstelligt haben und jetzt in ihren letzten 10-15 Jahren Berufstätigkeit in ihren Teilzeitverträgen festhängen und somit von ihren Arbeitgebern in die Altersarmut geschoben werden.
Hier muss sich dringend etwas ändern!
Es kann doch nicht sein, dass Frauen mit Kindern und Berufstätigkeit am Ende ihres Arbeitslebens damit gestraft werden, zur Armutsschicht zu gehören.
In Deutschland spiegeln sich diese Fakten in der sinkenden Geburtenrate schon seit Jahren wieder.
Junge Menschen werden regelrecht dazu gezwungen, sich entweder für die Karriere oder für eine Familie zu entscheiden. Nicht aus biologischen Gründen, oder aus ihrer Einstellung heraus – nein, leider aus dem Aspekt heraus, ob man sich überhaupt noch eine Familie leisten kann.

EIN UNDING, IN DIESEM REICHEN SOZIALSTAAT!

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Hier sind die Aktualitäten usw.

Posted on 13. Mai 2015 at 11:38

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